"Hügel des Verdicchio". Von
Staffolo aus kann eine der schönsten Aussichten über das
Esinotal genossen werden: die Gebirgskrone, die vom San
Vicino dominiert wird.
Sitz des Verdicchio d'Oro, nationaler Gastronomiepreis.
Höhe 441 m.
Geschichte
Befestigte Ortschaft die sich zur Zeit der
Longobardenherrschaft im Grenzgebiet befand, wie auch der
Ursprung des Namen "staffal "= Grenzpfosten,
Grenzstein vermuten läßt.
Einige Humanisten im XVI Jh. wollten ihm griechische Ursprünge
"staphylè" (=Weintraube) zuschreiben.
Erstmals wird Staffolo 1150 erwähnt.
Im Gegensatz zu den umliegenden Schlössern ist es nie, oder
nur sporadisch, Jesi angegliedert worden und ist Freie
Gemeinde mit eigenen Gesetzen geblieben.
Sehenswürdigkeiten
Staffolos schönes historisches Zentrum bewahrt
Bekundungen aus der Zeit der Gemeindefreiheiten und in
seiner Umgebung befinden sich interessante archäologische
Funde, die sogar bis zur Steinzeit und zur Römerzeit zurückreichen.
Ein Rundgang entlang der Schloßmauern ermöglicht
die Betrachtung der verschiedenen architektonischen
Zusammensetzungen, die auf verschiede Wiederaufbautätigkeiten,
die im Laufe der Jahrhunderte erfolgt sind, schließen
lassen.
Relative Bedeutung wird auch den zwei Kirchen aus dem 13.Jh.
zugeschrieben, die in ihrem antiken römischen Stil noch den
Torbogen aufweisen, da sie 1500-1600 wiederaufgebaut wurden.
Es gibt ein Polyptychon des sogenannten "Lehrers von
Staffolo" (15.Jh.) und eine Predella, die der Schule
von Lotto (Pfarrkirche St. Egidio) zugeschrieben wird,
ein Gemälde des Einwohners von Urbino Filippo Bellini, ein
weiteres Gemälde von Maffeo Verona und ein Holzrahmen der
Scoccianti (St. Franziskus Kirche).
Die Kirche St. Maria des Schlößchens, beherbergt
die Erinnerung an den Schiffskampf von Lepanto der 1571
stattfand und das Ende der türkischen Invasion bedeutete.
In ihrem Innern können 4 Fresken aus der Mitte des 16. Jh.
betrachtet werden, Steinschriften die auf 1270 zurückgehen,
die dem Lehrer Jacopo da Cingoli zugeschrieben werden, zwei
Wandkandelabar und ein Antependium aus der Werkstatt der
Scoccianti aus Cupramontana.
Von gewisser Bedeutung sind die zwei Warttürme aus
dem Jahre 1300 sowie die Eintittstore zum historischen
Zentrum: St.EgidioTor (XVI Jh. wieder
aufgebaut) und St.MartinsTor (XIII Jh.).
Es sollten die Spaziergänge auf dem Land und Stops an den
antiken Quellen der Salmagina und der Trocca nicht vergessen
werden.
Veranstaltungen
Fest des Verdicchio - 1. Sonntag im August Nationaler Gastronomie Preis "Verdicchio d'oro"
- im September